Man darf nicht verlernen, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen. Henry Matisse

Das Innere Kind ist in seiner Essenz einfach pure Spontaneität, Unschuld, Verspieltheit, natürlicher Enthusiasmus und Kreativität.

Aber dieser natürliche Raum ist oftmals verdeckt von Schutzwällen - einem direkten Ergebnis von Grenzüberschreitungen, Missbrauch und Traumata, die wir als Kind erlitten haben.

Deswegen lebt unser Inneres Kind in Misstrauen, Isolation, Scham und Schock und einem großen Mangel an Selbstliebe oder Vertrauen, und viele Schwierigkeiten, die wir heute im Alltag erleben (z.B. Angst vor Intimität und Nähe, Eifersucht, Versagensängste, dem Gefühl nichts Wert zu sein, sich nicht gesehen oder akzeptiert zu fühlen) gehen zurück auf diese nicht verarbeiteten Erfahrungen aus unserer Kindheit.

Kinder sind noch nicht in der Lage, sich mit Verletzungen und Ängsten auseinander zu setzen.
Sie finden deshalb Wege und lernen Verhaltensweisen, um die Gefühle abzuwehren.

Das hilft und ist wichtig, schränkt aber auf Dauer ein bzw. führt spätestens im Erwachsenenleben zu Krankheiten, Suchtproblemen, Beziehungs-unfähigkeit, Einsamkeit,  Selbstbestrafung usw.

Um den ursprünglichen, lebensbejahenden Teil in uns wieder aufzudecken und leben zu können, müssen die Schutzwälle behutsam abgetragen werden. Sich von diesen Fesseln zu befreien heißt, sich den Wunden der Vergangenheit zu stellen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Und damit ein „liebevoller Erwachsener“ für unser Inneres Kind zu werden.